Demnach wird das Ministerium auf Anweisung des US-Präsidenten die Strategische Erdölreserve (SPR) durch den Kauf von 77 Millionen Barrel von in den Vereinigten Staaten gefördertem Rohöl „bis zur maximalen Kapazität auffüllen“.

Daher habe das Energieministerium am Donnerstag eine Ausschreibung für den Kauf von 30 Millionen Barrel angekündigt. Ausschreibungen für weitere Käufe würden noch folgen.

„Das Energieministerium handelt schnell, um die amerikanischen Ölproduzenten zu unterstützen, welche durch die Auswirkungen von COVID-19 und die absichtliche Störung der Weltölmärkte durch ausländische Akteure möglicherweise katastrophale Verluste erleiden“, zitiert die Behörde den US-Energieminister Dan Brouillette.

Laut dem Staatssekretär des Ministeriums für Energie, Mark W. Menezes, werden dabei kleine und mittelgroße Ölunternehmen beschäftigt, die von den jüngsten Ereignissen besonders hart getroffen wurden.

Die Strategische Erdölreserve sei bereit, bis zu 685.000 Barrel pro Tag einzukaufen, so der stellvertretende Sekretär für fossile Energie, Steven Winberg. „Mit ihrer umfangreichen Lager-, Pipeline- und Meeresinfrastruktur an der Küste des Golfs von Mexiko wird die Strategische Erdölreserve dazu beitragen, die ölbedingten Störungen unserer Wirtschaft zu mildern“, äußerte er.

Erdölpreise weiter auf Talfahrt

Dank der zurückgegangenen Nachfrage vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie setzen die Ölpreise ihre Talfahrt fort. Am Mittwoch hatten sie ihren tiefsten Stand erreicht, als der Rohölpreis für die Marke Brent erstmals seit dem 10. Januar 2016 weniger als 28 US-Dollar pro Barrel betragen hat.

Die negativen Auswirkungen wurden durch die gescheiterten Verhandlungen des Ölkartells Opec mit den in der Opec+ vereinten Förderländern wie Russland nur verstärkt. Ab dem 1. Aprill sollen die Einschränkungen der Drosselung der Ölförderung in mehreren Ländern wie Syudi-Arabien oder Russland nicht mehr gelten.

asch/gs

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