Die Manöver fanden unter anderem bei St. Petersburg, in den Gebieten Woronesch, Nischni Nowgorod, Samara und Tscheljabinsk statt. Dabei kam diverse Technik zum Einsatz – mobile Komplexe chemischer Abwehr, stationäre Entgiftungskomplexe, mobile Entgiftungskomplexe vom Typ ARS-14KM, mobile Feldlabors KLP-10 und Warmluft-Desinfektions-Lkw vom Typ TMS-65U. Dieser Komplex wurde vom US-Magazin „The Drive“ seinerzeit als das „verrückteste Fahrzeug“ des russischen Militärs eingestuft.

Viren haben keine Chance

Es handelt sich um ein Desinfektions-Fahrzeug großer Leistung: Auf dem Fahrgestell des schweren Lastwagens Ural-375 sind ein 1000-Liter-Tank mit Desinfektionsmittel und auf einer drehbaren Plattform ein Strahltriebwerk vom Typ VK-1 installiert, mit dem seinerzeit Kampfjets der Modelle MiG-15 (seit 1947) und MiG-17 sowie Il-28-Bomber ausgestattet waren.

Das Desinfektionsmittel wird in die Düse des Triebwerks gepumpt und mit enormer Wucht versprüht. Der Beifahrer kann die Düse beliebig schwenken, um die Effizienz des Prozesses zu erhöhen. Viren werden also mit der Kraft eines MiG-Jägers unschädlich gemacht.

TMS-65U legt auch Rauchschleier

Die Maschine kann auch eine andere Funktion erfüllen: Sollte Heizöl statt Desinfektionsmittel in die Düse gepumpt werden, entsteht ein quasi undurchsichtiger weißer Rauchschleier – das wohl beste Mittel zur Tarnung der Truppen.

2018 hatten die russischen ABC-Truppen ihr 100-jähriges Bestehen begangen.

Bislang 17 Corona-Tote in Russland

Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie wurden in Russland (Stand 31. März) 2337 Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 registriert. 17 Fälle endeten tödlich, 121 Patienten wurden aus Krankenhäusern entlassen. 1613 Corona-Fälle entfallen auf Moskau.

am/mt/jeg

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