Der Erstflug vom Wasserstoff-Flieger von „ZeroAvia“ soll der erste Flug eines Brennstoffzellen-Flugzeugs von kommerzieller Größe gewesen sein. Das teilt das britische Unternehmen in einer Pressemitteilung vom Freitag mit.

Der Sechssitzer rollte selbständig zur Startbahn, hob erfolgreich ab, absolvierte einen Flug über dem Flughafen und landete wieder. Der Testflug ist hier im Video zu sehen:

„Während einige experimentelle Flugzeuge bereits mit Brennstoffzellen-Antrieb geflogen sind, zeigt die Größe dieses kommerziell verfügbaren Flugzeugs, dass zahlende Passagiere sehr bald emissionsfrei fliegen könnten“, betont der Geschäftsführer von ZeroAvia, Val Miftakhov.

Der englische Wirschaftsminister Nadhim Zahawi findet: „Die Entwicklung von Flugzeugen, die die Umwelt weniger verschmutzen, will dem Vereinigten Königreich maßgeblich helfen, die Netto-Null bei CO2-Emission zum Jahr 2050 zu erreichen.“

Dieser Flug von ZeroAvias gehört zum HyFlyer-Projekt, einem Forschungs- und Entwicklungsprogramm, das von der Regierung des Vereinigten Königreichs unterstützt wird.

Der Flieger von ZeroAvias steht nicht alleine da: Bereits im Jahr 2016 flog der experimentelle slowenisch-deutsche Wasserstoffflieger HY4, der allerdings bislang nicht kommerzialisiert ist. Bereits in der Sowjetunion hob außerdem mit der Tu-155 ein Flugzeug ab, das teilweise mit Wasserstoff betrieben wurde. Der Serienflieger Tu-156 sollte mit einer Mischung aus Wasserstoff und Erdgas angentrieben werden, wurde jedoch nie verwirklicht, obgleich die Tests mit der Tu-155 erfolgreich waren. Künftig sollen auch größere Maschinen als die von ZeroAvia fliegen. Airbus etwa möchte bis 2035 bis zu 200 Passagiere mit Wasserstoff durch die Luft befördern.

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