Eine UN-Friedenstruppe patrouilliert im Dorf Maroun Al-Ras nahe der Grenze zu Israel im Südlibanon

Die UN-Friedenstruppen haben auf die COVID-19-Pandemie reagiert und ihre Militär- und Polizeikräfte weltweit angewiesen, die Rotation auszusetzen. Hierdurch soll eine weitere Ausbreitung des Virus in den Reihen der Blauhelme verhindert werden.

Sämtliche Militär- und Polizeikräfte der Vereinten Nationen wurden weltweit angewiesen, die Rotation auszusetzen, um eine Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Die Aussetzung soll bis zum 30. Juni in Kraft bleiben, so der Pressesprecher des UN-Generalsekretärs, Stéphane Dujarric, am Dienstag vor Journalisten. Er sagte gegenüber CBS News:

Es gibt keine Truppenbewegungen, kein Ein- und kein Ausrücken. Es können einige wenige, begrenzte Ausnahmen in Betracht gezogen werden.

Die US-Nationalgarde wurde von New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo beauftragt, das Jacob Javits Center in Manhattans West Site in ein Feldlazarett umzubauen, um neue Aufnahmekapazitäten zu schaffen (Bild vom 23. März).

Der Sprecher erklärte, der Befehl gelte nicht nur für Militär- und Polizeieinheiten, sondern auch für einzelne Offiziere.

Die UNO hat derzeit 13 aktive Friedensmissionen in Afrika, dem Nahen Osten, auf Zypern, im Kosovo sowie im Kaschmir.

Weltweit bemühen sich staatliche Armeen verschiedener Länder, ihr Personal vor einer Ansteckung zu schützen. Im vergangenen Monat isolierte die US-Marine die gesamte Besatzung des Flugzeugträgers USS Theodor Roosevelt vor Guam, nachdem mehr als 100 Besatzungsmitglieder positiv auf COVID-19 getestet worden waren.

Ende März musste das niederländische Kampfunterseeboot HNLMS Dolfijn seine Nordsee-Trainingsmission abbrechen, nachdem bei mehreren Besatzungsmitgliedern das neuartige Corona-Virus festgestellt wurde.

Die Pandemie veranlasste die NATO dazu, mehrere ihrer regulären Militärübungen abzubrechen oder einzuschränken. Darunter die große US-geführte Übung Defender Europe 2020, die in Umfang und Reichweite stark eingeschränkt wurde.

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