Die ursprüngliche Bezeichnung hatte im Zuge der öffentlichen Debatte um Rassismus nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch die Polizei für heftige Kritik gesorgt. Darum hatte Mars bereits im Juni die entsprechenden Änderungen angekündigt.

​Das Markenzeichen des Produkts, das den Kopf eines älteren schwarzen Mannes mit weißen Haaren zeigt, wird nun aus dem Logo gestrichen. Die Bezeichnung „Uncle“ und die Bebilderung stießen Kritikern als dienerhafte und abwertende Symbolik auf, die an die Ära der Sklaverei in den Vereinigten Staaten erinnere.

„Wir verstehen die Ungerechtigkeiten, die mit dem Namen und Gesicht der vorherigen Marke in Verbindung gebracht werden“, erklärte Mars-Managerin Fiona Dawson.

Die Änderungen sollen ab 2021 gelten. Mars ist nur eines von etlichen Unternehmen, die im Zuge der Proteste gegen Rassismus unter Druck gerieten.

Zuvor hatte auch das amerikanische Lebensmittelunternehmen „Quaker Oats“, das zum Lebensmittelkonzern „PepsiCo“ gehört, vor dem Hintergrund der „Black Lives Matter”-Bewegung angekündigt, dass es den Namen und das Aussehen des 130 Jahre alten Pfannkuchen-Mix „Aunt Jemima“ ändern werde, um einen Beitrag zur Bekämpfung der  Rassenungleichheit zu leisten. „Quaker Oats“ hatte auch zugegeben, dass diese Marke auf einem „Rassenvorurteil“ beruht hätte. Das Logo von „Aunt Jemima“ stellt eine Afroamerikanerin dar, für deren Portrait laut „The New York Times“ eine dunkelfarbige frühere Sklavin das Vorbild gewesen sei.

Tod von George Floyd

Nachdem Ende Mai in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) der Afroamerikaner George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz getötet worden war, kommt es in zahlreichen US-Städten immer wieder zu Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt der sogenannten Black-Lives-Matter-Bewegung. Die Demonstrationen arten nicht selten in Ausschreitungen aus.

ac/mt/dpa/sna

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