Das Land, das während der ersten Welle der Corona-Pandemie im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten keine breiten Beschränkungen auferlegt hatte, sei nun gezwungen, lokale Quarantänemaßnahmen einzuführen, schrieb die Zeitung.

Die neuen Maßnahmen seien „etwas zwischen Vorschriften und Empfehlungen“, hieß es vonseiten der Behörden. Es werde weiterhin keine Strafmaßnahmen für Verstöße geben.

Die Regeln, die voraussichtlich am Montag in Kraft treten sollen, sollen es den regionalen Gesundheitsbehörden ermöglichen, die Bürger dazu aufzufordern, öffentliche Orte wie Einkaufszentren, Museen, Bibliotheken, Schwimmbäder, Konzerte und Fitnessstudios zu meiden.

Experten hätten die Situation in Schweden während der gesamten Pandemie genau verfolgt, da es sich weigerte, landesweit Isolation einzuführen. Die Tatsache, dass die Zahl der Infektionsfälle seit September zugenommen habe, zeige jedoch, dass sich die Hoffnungen der schwedischen Behörden auf die Bildung einer Herdenimmunität nicht erfüllt hätten.

Corona in Schweden und weltweit

Den aktuellen Angaben der US-amerikanischen Johns Hopkins Universität (JHU) zufolge gibt es in Schweden über 100.000 Corona-Infizierte, knapp 6000 Menschen sind inzwischen gestorben. 

Es gibt weltweit knapp 40 Millionen Infektionsfälle. Mehr als eine Million Menschen starben. Am schwierigsten ist die Lage in den USA, Indien und Brasilien.

pd/mt/sna

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