Der weltgrößte Atom-Eisbrecher, der sich gegenwärtig in Betrieb befindet, hat am Dienstag den St. Petersburger Hafen in Richtung Norden verlassen. Sein Ziel ist sein künftiger Heimathafen Murmansk, zu dem er entlang der norwegischen Küste fährt.

​Das „Arktika“ genannte Schiff ist 173 Meter lang, beherbergt eine Mannschaft von 53 Menschen und kann mit seinen zwei RITM-200-Reaktoren Eis von bis zu drei Metern Dicke durchbrechen. „Arktika“ soll Teil einer mindestens 13 Eisbrecher starken Flotte werden, die die Passierbarkeit des Nordpolarmeers oberhalb Russlands das ganze Jahr über garantieren soll.

Die Route erstreckt sich dabei von der Stadt Murmansk im hohen Norden bis zur Beringstraße, die zwischen dem östlichsten Teil Russlands und dem US-Bundesstaat Alaska verläuft. Eine solche Route soll Transportschiffen eine Menge Zeit bei der Beförderung von Gütern ersparen.

Bevor der Atom-Eisbrecher seinen Weg in den Norden einschlug, hatte er bereits eine Probefahrt im Finnischen Meerbusen absolviert und das gleich bei stürmischen Bedingungen mit hohen Wellen und starkem Wind. Aber das sind Kinderspiele im Vergleich mit dem, was das Schiff im hohen Norden Russlands erwartet.

Neben der Sicherung von Transportwegen spielen auch Ressourcenvorkommen im Norden Russlands eine Rolle, die auf diesem Weg erschlossen werden könnten. Seinen Namen hat das Schiff nach dem gleichnamigen sowjetischen Eisbrecher erhalten, der als erstes sowjetisches Schiff dieses Typs den Nordpol erreicht hatte.

Die Ankunft des Schiffs in Murmansk wird in einigen Wochen erwartet. Unterwegs sollen weitere Tests des Atomriesen erfolgen.

vr

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.