Wenn du Videokonferenzen satt hast: Der Programmierer schafft seinen digitalen Klon für Zoom

Der Programmierer Matt Reed hat in den letzten Tagen so viele Zoom-Videokonferenzen, dass er seinen digitalen Doppelgänger geschaffen hat, um ihn statt sich selbst zu verwenden. Die KI-Kopie benutzt die neuesten Technologien aus Spracherkennung und Sprachgenerierung.

„Die Zahl von Zoom-Videokonferenzen hat die Mesosphäre überschritten und befindet sich momentan auf dem Mars“, schrieb Matt Reed, der bei der US-Werbeagentur Red Pepper tätig ist. Er habe so viele Videokonferenzen, dass er kaum noch Zeit für die Arbeit selbst, geschweige denn für Freizeit habe. Deswegen schuf sich Reed einen digitalen Zwilling, Zoomboot, der ihn während der Konferenzen vertreten soll.

Um sich selbst zu „klonen“, machte Reed ein paar Screenshots und schuf eine Web-App, die eine Online-Phrasenbibliothek benutzt, um auf bestimmte Fragen oder Aussagen zu antworten.

So kann der Klon auf Sätze wie „Wie geht’s?“, „Alles klar?“ und „Bis bald“ reagieren. Die gespeicherten Antworten waren: „Es geht mir gut. Danke für deine Frage“, „Die Verbindung ist schlecht“ und „Wir sprechen später. Mach’s gut!“.

Der Doppelgänger sieht aber nicht hundertprozentig real aus. Das Bild ist unstabil, der Gesichtsausdruck bleibt starr und ändert sich nicht. Doch wenn das durch die schlechte Qualität der Verbindung erklärt werden kann, verrät die mechanische Stimme, dass der Videokonferenz kein echter Matt Reed beiwohnt, gab der Programmierer zu. Seine Gesprächspartner verstanden immer sehr schnell, dass etwas dort nicht ganz in Ordnung war.

Der Programmierer sagte, dass sein Zoomboot nur zum Spaß gemacht wurde und er keine Erfahrung in solchen Dingen zuvor hatte.

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