Durch das Maßnahmenpaket sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen Abschläge auf die Sozialversicherungsbeiträge ihrer Angestellten erhalten: Beiträge für Einkünfte oberhalb des Mindestlohns werden auf 15 Prozent gesenkt. Zudem hat Präsident Putin vorgeschlagen, für notleidende Firmen einen sechsmonatigen Insolvenzaufschub zu verhängen. Davon abgesehen soll das Insolvenzverfahren hin zu weniger Belastung für Unternehmer vereinfacht werden. Geplant ist außerdem, für Solo-Unternehmer und Selbstständige aus notleidenden Wirtschaftsbereichen ein Verfahren zu Kreditstundung und -verlängerung einzurichten.

Für den Wirtschaftsprofessor Sergej Bodrunow, Präsident des Freien Wirtschaftsbunds Russlands, kommen diese Maßnahmen „absolut zur rechten Zeit“, vor allem für Firmen und Selbstständige. Im Sputnik-Gespräch sagte der Wissenschaftler:

„Eine sehr gute und richtige Maßnahme ist die Senkung der Sozialbeiträge auf 15 Prozent. Das ist ein wirksamer Ansporn zu Lohnsteigerungen der Beschäftigten. So werden Menschen unverzüglich aufgefangen, deren Einkünfte wegen nachlassender Wirtschaftstätigkeit sinken. Eine vernünftige Maßnahme: Dort vor Ort, wo Menschen arbeiten, werden sie dadurch unterstützt, dass ihre Löhne anstatt der anteiligen Beiträge steigen. Das ist vorwiegend für Familien mit eher niedrigen Einkünften eine Hilfe – und zugleich stützt es die Nachfrage.“

Coronavirus-Pandemie

Das neue Virus Sars-CoV-2 war erstmals Ende Dezember in China entdeckt worden. Seitdem haben sich nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit bereits mehr als 416.000 Menschen in 197 Ländern angesteckt, mehr als 18.500 Menschen sind gestorben. Am 11. März stufte die WHO die Corona-Ausbreitung als Pandemie ein.

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