Eine gezackte Austrittsdüse, angekoppelt an einen mächtigen Turbinenblock – das soll es sein: „Isdelije 30“, das neue Triebwerk des Tarnkappenjägers Su-57. Das Wissenschaftsportal „Nauka i Technika“ (NiT) hat das Foto veröffentlicht. Die Aufnahme stammt laut dem Portal vom 16. März, entstanden bei Erprobungsarbeiten, die der Suchoi-Konzern derzeit vornimmt.

Das Triebwerk verfügt über eine Plasmazündung, die so funktioniert, dass Flammenbildung an der Austrittsdüse weitgehend verhindert und mithin die Ortbarkeit des Kampfjets für Infrarotsensoren reduziert wird.

Die Austrittsdüse selbst sei zur Schubvektorsteuerung schwenkbar, schreibt „NiT“.

Die Leistungsdaten des neuen Su-57-Triebwerks sind auch aus anderen Quellen bereits bekannt. Ohne Nachbrenner bringt es 11000 Kilopond Schub auf, mit Nachbrenner – 18000 Kilopond. Das sind 1500 bzw. 3000 kp mehr als beim derzeitigen Triebwerk der Su-57. Der Kerosinverbrauch steigt im Vergleich zum jetzigen Triebwerk aber nicht.

Diese Leistungswerte befähigen die Su-57 zum Super-Cruise (Überschall ohne Nachbrenner) mit Mach 1,5. Mit Schubvektorsteuerung ausgerüstet kann der russische Kampfjet auch extreme Luftkampfmanöver fliegen. Einen Eindruck davon bekommt man im folgenden Video des russischen Verteidigungsministeriums:

Eine Staffel Su-57-Kampfjets über den gemeinsamen Einsatz: Keine waghalsigen Figuren, keine Angeberei – einfach nur gekonntes Steuern im Steig- und Tiefflug ebenso wie im Kurvenkampf. Auch der Abschuss von Bordwaffen wird trainiert.

Die Suchoi Su-57 ist ein mehrzweckfähiges Jagdflugzeug der 5. Generation. Die russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte haben auf der Wehrtechnikausstellung „Army 2019“ einen Vertrag für die Anschaffung von 76 Exemplaren dieses Kampfjets geschlossen. Gegenwärtig werden die Bordsysteme dieser Maschine und ihr neues Triebwerk – das „Erzeugnis 30“ – getestet. 

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