Der Deutschen Presse-Agentur zufolge sprach die Behörde von einem Tiefstand seit Einführung der Insolvenzordnung 1999. Einen Anstieg der Firmenpleiten hatte es zuletzt 2009 – nach Ausbruch der globalen Finanzkrise – gegeben.

Forderungen aus Insolvenzen gesunken

Die voraussichtlichen Forderungen aus den Insolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für 2019 auf knapp 26,8 Milliarden Euro nach 21 Milliarden im Jahr davor. Das lag an der Zahl großer Firmenpleiten – etwa des Reisekonzern Thomas Cook und der Modefirma Gerry Weber.

Auch Verbraucher profitierten von der guten Wirtschaftslage. Die Zahl der Pleiten dort sank kräftig um 7,3 Prozent auf 62.632, so die Wiesbadener Statistiker. Zuletzt war die Zahl der Verbraucherinsolvenzen 2010 gestiegen.

Zahl der Insolvenzanträge dürfte wieder steigen

Experten rechnen indes damit, dass die Zahl der Firmeninsolvenzen wieder steigt. „Die Abschwächung der Konjunktur in Deutschland wird sich 2020 auch in den Insolvenzzahlen niederschlagen“, hatte jüngst die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel erklärt.

Auch dürften die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus viele Firmen treffen – gerade im Tourismus, bei Messen, Hotels und Gaststätten, hieß es.

am/dpa

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