Dutzende Menschen kamen am Freitag zur französischen Botschaft, um an einer Protestaktion teilzunehmen. Einige von ihnen hatten Plakate mit Fotos von Frankreichs Staatschef dabei. Die Protestierenden skandierten Parolen gegen Macron und riefen „Allahu Akbar“ (arabisch für „Gott ist groß“). Einige traten Flugblätter mit dem Bild von Macron mit Füßen.  Ein weiterer Mann stand vor der Botschaft mit einem Banner „Ich unterstütze Frankreich“.

Die Polizei nahm mindestens zehn Personen fest. Derzeit hat sich die Demonstration teilweise aufgelöst, die Polizeibeamten bleiben jedoch weiterhin vor dem Gebäude der Botschaft im Einsatz.

Am 16. Oktober hatte ein mutmaßlicher Islamist in einem Pariser Vorort einen Geschichtslehrer auf offener Straße mit einem Messer enthauptet. Der Lehrer hatte im Unterricht zur Meinungsfreiheit umstrittene Mohammed-Karikaturen aus dem Satiremagazin „Charlie Hebdo“ gezeigt. Präsident Macron verteidigte die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen als Meinungsfreiheit und stellte Maßnahmen im Kampf gegen „islamistischen Separatismus“ vor. Es gehe darum, einen „Islam der Aufklärung“ aufzubauen und ihn von ausländischem Einfluss zu befreien. Auch die Finanzierung von Moscheen soll stärker kontrolliert werden.

Bei einer weiteren Messerattacke in Nizza sind am Donnerstag mindestens drei Menschen getötet und weitere verletzt worden. Das Attentat in der Kirche Notre Dame wurde am Geburtstag des Propheten Mohammed begangen. Der mutmaßliche Täter, der aus Tunesien stammen soll, soll „Allahu Akbar“ (arabisch für „Gott ist groß“) gerufen haben. Mit den Ermittlungen wurde eine Anti-Terror-Abteilung der Staatsanwaltschaft beauftragt. Frankreich rief die höchste Terrorwarnstufe aus, Staatspräsident Emmanuel Macron sprach von einem Terroranschlag.

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