Der Film wird nach Angaben des Portals Deadline vom Studio Paramount unter der Regie von Patty Jenkins gedreht, mit der Gadot bereits an „Wonder Woman“ und der Fortsetzung „Wonder Woman 1984“ arbeitete.

Das Skript für das Historienepos verfasst Laeta Kalogridis, die zuvor die Drehbücher für Hits wie „Shutter Island“, „Terminator: Genisys“ und „Alita: Battle Angel“ schrieb. Gleichzeitig wird sie ausführende Produzentin sein.

Der Deal sei am Samstag abgeschlossen worden, so das Portal. Gadot hatte demnach die Idee zu dem Film. Die eigene Produktionsfirma der Schauspielerin, Pilot Wave, übernimmt die Umsetzung.

„Ich liebe es, mich auf neue Reisen zu begeben“, schrieb Gadot am Sonntag auf Twitter. „Cleopatra ist eine Geschichte, die ich schon seit sehr langer Zeit erzählen wollte.“

In dem Monumentalfilm „Cleopatra“ von 1963 verkörperte Schauspieldiva Elizabeth Taylor unter der Regie von Joseph Mankiewicz die ägyptische Königin Kleopatra. Der Film gewann vier Oscars und ist immer noch einer der profitabelsten Filme aller Zeiten.

Beifall und Kritik

Viele Internetnutzer reagierten begeistert auf die Nachricht über die geplante Neuauflage von „Cleopatra“ mit Gadot in der Titelrolle, vor allem seitens der „Wonder Woman“-Fans. Einige Kommentatoren schrieben aber, die Schauspielerin passe wegen ihrer Abstammung nicht für die Rolle.

„Welcher Hollywood-Trottel hat gedacht, dass es eine gute Idee ist, die Rolle von Kleopatra mit einer israelischen Schauspielerin zu besetzen (…)?“, schrieb die Twitterin „Sameera Khan“.

Gadot sehe „reizlos“ aus, die letzte Pharaonin Ägyptens sollte auf jeden Fall von einer arabischen Schauspielerin dargestellt werden.

„Hört auf, Rollen von Afrikanern mit Weißen zu besetzen“, meinte der User unter dem Namen „Eli_An10eh“.

Viele User beleidigten Gadot unter anderem auch wegen ihrer politischen Ansichten. Die 35-Jährige hatte zwei Jahre lang im israelischen Militär gedient. Laut der Zeitung „Times of Israel“ löste die Schauspielerin 2014 einen Eklat aus, als sie ihre Solidarität mit den im Gazastreifen kämpfenden israelischen Militärs zum Ausdruck gebracht hatte.

Andere verteidigten die Besetzung der Rolle und wiesen darauf hin, dass Kleopatras Vater, Ptolemaios XII. Neos Dionysos, Mazedonier war und einem Offizier im Heer Alexander des Großen entstammte. Die ägyptische Königin hätte dann wahrscheinlich eher wie eine Griechin ausgesehen.

Kleopatra

Kleopatra VII. Philopator herrschte von 51 bis 30 vor Christus als letzte Königin Ägyptens und gilt als eine der einflussreichsten Frauen der Geschichte. Nach dem Tod ihres Vaters kämpfte sie in einem brutalen Bürgerkrieg gegen ihren Bruder um die Kontrolle über Ägypten. Sie gewann die beiden mächtigsten Römer ihrer Zeit, zuerst Gajus Julius Cäsar und nach dessen Ermordung Marcus Antonius, zu Geliebten, und konnte mit deren Hilfe für einige Zeit die Machtstellung des Ptolemäerreichs deutlich verbessern.

Um die Regentin ranken sich unzählige Mythen, doch angeblich war sie weder atemberaubend schön noch ließ sie sich in einen Teppich eingerollt in Cäsars Palast bringen. Stattdessen soll Kleopatra eine erfahrene Diplomatin und Rednerin gewesen sein, die mehrere antike Sprachen fließend beherrschte.

mo/sb

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