Die eine SARS-CoV-2-Variante ist demzufolge der ursprüngliche Covid-19-Erreger, die andere sei das Ergebnis dessen Mutation, sagte Kári in einem am Dienstag veröffentlichten Interview. Offenbar handelt es sich um den ersten Fall einer Doppelinfektion dieser Art.

Der Patient habe später auch andere Menschen mit Coronavirus infiziert. Sie hätten sich jedoch nur mit der mutierten Variante angesteckt, so der „deCODE genetics“-Direktor.

„Das kann einfach ein Zufall sein. Andererseits kann das auch bedeuten, dass das mutierte Virus gefährlicher ist als jenes ohne Mutation.“

Derzeit könnten die Forscher es nicht klären.

40 Coronavirus-Mutationen in Island

Früheren Berichten zufolge hatten die isländischen Gesundheitsbehörden in Zusammenarbeit mit „deCODE genetics“ nach 9.678 Coronavirus-Tests 40 Mutationen des SARS-CoV-2 in Island entdeckt.

Aus Káris Sicht weist die Vielfalt von Virusvarianten darauf hin, dass die Erreger aus mehreren Regionen ins Land gebracht worden seien. Die meisten sollen aus Italien, Österreich und Großbritannien stammen. Ein Fußballspiel im Vereinigten Königreich sei vermutlich der Ursprung von sieben Corona-Infektionen in Island.

Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

Weltweit wurden laut WHO-Angaben von Dienstagabend bereits mehr als 375.000 Menschen in 196 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Registriert wurden 16.362 Todesopfer.

mo/mt

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