Laut der Meldung wurde ein 53-jähriger Afghane, der mit seiner Familie in dem Lager Malakasa, rund 40 Kilometer nordöstlich von Athen, untergebracht war, positiv auf das neuartige Coronavirus getestet.

Der Afghane hat sich nach seinen eigenen Worten am Samstag schlecht gefühlt. Nach einer medizinischen Untersuchung musste er in ein Krankenhaus in die Hauptstadt verlegt werden, wo er auf das SARS-CoV-2 überprüft wurde. Der Test fiel positiv aus. Seine Familie stünde unter häuslicher Quarantäne. 

Der Minister für Migration und Asyl, Notis Mitarakis, ordnete für das Flüchtlingscamp Malakasa ab Sonntagmorgen eine vierzehntägige Quarantäne an. Der Ein- und der Ausgang ins bzw. aus dem Gebäude sind verboten. Die Einhaltung dieser Regeln überwachen Polizisten.   

Erst am Donnerstag hatten die Behörden das Flüchtlingslager Ritsona in Zentralgriechenland unter Quarantäne gestellt, nachdem dort 20 Asylsuchende positiv getestet worden waren.

Indes befürchtet die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ eine schnelle Ausbreitung der Infektion in  Flüchtlingscamps, da dort ihren Angaben zufolge die Bedingungen für die Einhaltung der Hygienevorschriften nicht geben sind. 

Flüchtlingscamp Malakasa

In Malakasa war vor wenigen Jahren ein Aufnahmezentrum für Flüchtlinge, das von den Behörden „Zentrum für Gastfreundschaft“ genannt wird, gebaut worden. Dort wurde auch ein geschlossenes Migrationszentrum errichtet, wo ein Ausgangsverbot gilt. Das Zentrum ist seit dem 15. März in Betrieb. Seit wenigen Tagen werden Flüchtlinge nach Malakasa gebracht, die nach dem 1. März illegal auf die Insel Lesbos gekommen sind. An diesem Tag hatte die Türkei die Grenze zur EU für Migranten geöffnet.   

Coronavirus-Fälle in Griechenland

Wie ein Vertreter des griechischen Gesundheitsministeriums am Freitag mitteilte, hätten sich bislang im Land 1613 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 59 Menschen seien an dem Erreger gestorben. 

ns/ae/rtr

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.